Schweinfurt statt Lauterer Höhe
Jetzt müssen die Betreiber der Coburger Innenstadt-Geschäfte mit weiterer Konkurrenz rechnen. Wenn auch in einiger Entfernung (rund 65 Kilometer). Mit der Stadtgalerie Schweinfurt wird am Donnerstag eines der größten Einkaufszentren Frankens eröffnet (100 Geschäfte, Cafés und Restaurants, 1300 Parklätze, 22 500 Quadratmeter Gesamtfläche). Mit dem Center will sich Schweinfurt im Wettbewerb mit Bamberg und Würzburg stärker positionieren. Zum Einzugsgebiet wird ausdrücklich auch der Raum Coburg gezählt. Betreiber ist die Firma ECE aus Hamburg, die acht weitere Einkaufscenter in Bayern betreut.
Wer glaubt da noch, dass die Lauterer Höhe der Coburger City das Wasser abgräbt?
Veröffentlicht: 25. Februar 2009 von Falk in Stadtgeschehen.
Kommentare: 17
Kommentare
Kommentar von neuschtadto
am: 25. Februar 2009, 20:04
Ich glaube, dass hat niemand wirklich geglaubt!
Die, die zumindest so getan haben, wollten nur ihre
Pfründe auf Kosten der Einkaufsvielfalt und letztendlich
der potentiellen Kunden wahren!
Wenn ich das hier lese -
http://www.tvo.de/default.aspx?ID=1059&showNews=380504
verstehe ich die Welt nicht mehr!?
Kommentar von Meiky (der Podcaster)
am: 25. Februar 2009, 21:07
Also mal Ehrlich ich war schon in vielen ECE Centern. Bayreuth ist auch nicht weit (Rotmain Center) und ich war in Oberhausen im Centr-O, oder wie dat wieder heißt.
Mein Fazit ist folgendes: Überall die gleichen Geschäfte innwendig, überall ähnlicher Aufbau der Räumlichkeiten. Gut in Oberhausen, natürlich megagroß und dort vielleicht durch die dahinterliegenden Freiflächen etwas besonders. Aber am Samstag die Autoschlange schon auf der Autobahnabfahrt (zumindest als ich da war) hamma.
Darum – da werden alle mal hinkucken und dann wars das. Wer fährt schon über die “hübbel-bübbel” 303 nach Schweinfurt, wo ich so schnell in Bamberg, über die Autobahn, in der traumhaften Altstadt sein kann zum Einkaufen.
Gut dort gibt es nicht alle Geschäfte wie in den Centern, oder zumindest net so groß, aber vielleicht billiger in der Preisgebung. Und wer will bei schönem Wetter IN einem Center IM Café sitzen beim Bummeln.
Vielleicht gibt es Leute die anders denken, aber ich kann diesen Centern nix abgewinnen. Für mich nur praktisch, mal schnell Lebensmittelkaufen (alles unter einem Dach). Und selbst da, geh ich mal lieber zum Aldi um die Ecke und nicht nach Schweinfurt.
Ach ja hab ich schon erwähnt, Shoppen is eh nicht meins. Für mich wäre so ein Center nur lohnenswert, wenn gleich ein altes Schloß, oder ne Burg daneben steht, wenn ich schon soweit fahre, damit ich auch was zum Anschauen habe.
Kommentar von SO
am: 25. Februar 2009, 21:29
Ein Konsumistentempel mehr.
Kommentar von engelchen
am: 25. Februar 2009, 21:29
Es dauert sicherlich noch eine Weile, aber dann sollte der auch der Letzte gemerkt haben das es in den Centern und den sogenannten 1a Lagen immer nur die gleichen Geschäfte gibt. Wenn man Qualität und Induvidalität sucht muß man nicht lange suchen, nur einfach die Augen offen halten. Es gibt genügend Geschäfte die dieses bieten, auch in Coburg.
@neuschtadto, wo man diese Umfrage durchgeführt hat?
Den Platz den Coburg belegt hat ist beschämend!
Kommentar von Ostfriese
am: 25. Februar 2009, 21:55
Ich frage mich, wie sich so ein Center angesichts der Konkurrenz im der Umgebung (Bamberg, Bayreuth etc) auf Dauer in Schweinfurt halten kann. Oder hat Michi Glos da etwa wieder im Hintergrund ein paar Fäden gezogen?? :D
Kommentar von SO
am: 25. Februar 2009, 21:59
@engelchen
Wer muss sich da denn nun schämen?
Kommentar von engelchen
am: 25. Februar 2009, 22:10
@SO, natürlich die Konsumenten! Diejenigen die angaben nicht in Coburg einzukaufen! Coburg ist eine wundervolle Einkaufsstadt! Oder bist du anderer Meinung?
Kommentar von ZurueckNachGrub
am: 25. Februar 2009, 22:12
Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich bin anderer Meinung.
In Coburg gibt es noch nicht einmal einen Männer-H&M… Ziemlich beschämend… :-/
Kommentar von engelchen
am: 25. Februar 2009, 22:16
@zng muß es denn immer H&M sein? Ansonsten einfach Augen offen halten!;-))
Kommentar von ZurueckNachGrub
am: 25. Februar 2009, 22:20
Zu den Centern an sich: Auch wenn es in vielen immer nur die gleiche Läden gibt, zumindest hat die Eröffnung eines solchen keinen Nachteil. Schlimmstenfalls kommen halt keine Gäste aus anderen Städten, d.h. mit oder ohne Center ist die Stadt gleichermaßen von Auswärtigen besucht. Denn Leute aus einer Stadt rausdrängen, das macht so ein Center sicher nicht.
Kurz gesagt: Mit sowas kann man nicht verlieren, sondern höchstens gewinnen. Der schlimmste Fall, der eintreten kann, ist, dass die Zahl der auswärtigen Besucher gleich bleibt.
Für die benachbarten Städte können die Auswirkungen natürlich dramatisch sein. Aber solange in Coburg noch geistig Minderbemittelte darüber streiten (bzw. den Standpunkt vertreten), ob/dass ein Obi und Aldi und Lebensmittel-E-Center der Innenstadt Kunden abjagen, scheinen sie die wahren “Gefahren” noch nicht wirklich erkannt zu haben.
Kommentar von ZurueckNachGrub
am: 25. Februar 2009, 22:23
engelchen: Der fehlende H&M ist u.a. ein Grund dafür (allerdings nicht der Einzige), dass ich in Coburg kaum einkaufen gehe (mal abgesehen von Lebensmitteln). Lieber fahre ich nach Erlangen oder Nürnberg, teilweise auch nach Erfurt.
Kommentar von engelchen
am: 25. Februar 2009, 22:28
@zng, nicht immer nur durch die Spit gehen! Ketschengasse, Webergasse, Herrngasse und nicht zu vergessen den Steinweg gibt es auch noch! Da findest sicherlich auch du etwas!Stimmts, SO?
Kommentar von SO
am: 25. Februar 2009, 22:39
@engelchen
Bis zu Dir und noch ein wenig darüber hinaus stimmts. Danach wirds einfach nur noch maßlos.
Kommentar von Hempel
am: 26. Februar 2009, 23:43
@zng: Doch, die Center haben Nachteile. Ich war diese Woche mal wieder in Ansbach, wo ich mal für eine Zeit gewohnt habe. Dort gibt es auch eines von diesen Centern mit den üblichen Ketten, heißt dort “Brückencenter”. Mir ist aufgefallen, dass in der historischen Innenstadt viele Geschäfte in eigentlich guter Lage leer stehen. Früher waren dort mal teure Kleidungsgeschäfte, eine Buchhandlung, Schreibwarengeschäft etc. Obwohl Ansbach ungefähr so viele Einwohner wie Coburg hat, ist in der schönen Innenstadt immer nix los. Es rennen halt alle in das gesichtslose Brückencenter. Schade!
Gleiches gilt auch für Erlangen mit seinen neuen Arkaden. Die gefallen mir überhaupt nicht.
Kommentar von djrene
am: 27. Februar 2009, 01:57
Ohne jetzt die Lage in Ansbach und Erlangen auch nur annähernd zu kennen, sage ich einfach mal, daß diese Probleme oft hausgemacht sind. Passt mein Angebot, Preisgestaltung UND Service bei den Einzelhändlern? Versucht man durch ein Miteinander von Synergien zu profitieren (so wie das ja die Center machen). Hat man ein Marketingkonzept? Fragen über Fragen. Manchesmal machen es sich die Einzelhändler sehr einfach, indem sie mit dem Finger auf andere zeigen.
Zwar nicht ganz diese Thematik, aber man sehe sich diese Witzveranstaltung namens Gaudiwurm dieses Jahr an (man flüchtet vor dem Faschingszug der Weltmetropole Seßlach auf einen anderen Tag), das dann noch von der Presse in Coburg schulterklopfend auf ein Schild gehoben wird. Phantasielose Wagen, massenhaft unverkleidetes Publikum – so denn überhaupt anwesend (daran kann man sehen welche Resonanz das hatte) und eine grauenhafte Planung (viele Gruppen konnten am Sonntag nicht, da sie es einfach nicht wußten). Der OB wußte schon, warum er besseres zu tun hatte. Dazu diese Peinlichkeit auf dem Markt. Einen Autoscooter hingestellt und platsch, das war dann die Veranstaltung. Die ja auch promt super angenommen wurde – nämlich gar nicht. Da gehört ein Konzept her, eine kleine Bühne, ein paar Mal eine Liveband, Kinderdisco am Nachmittag, ordentliche Werbung, eine Möglichkeit sich unterzustellen (siehe Weihnachtsmarkt) und, und, und. Ansonsten kann man’s gleich bleiben lassen. Kostet nur Geld und Nerven (vor allem vermutlich von den Standbetreibern). Macht das eigentlich Centrum Coburg, die Narhalla, oder die Stadt?
Kommentar von ZurueckNachGrub
am: 27. Februar 2009, 05:04
Hempel: Aber immer noch besser, als wenn die Leute dann _ganz_ wegfahren (d.h. in andere Städte), um einzukaufen, oder?
Aber natürlich sollten Überlegungen, wie du sie aufstellst, bei der Planung eines solchen Centers (Lage, Läden etc.) berücksichtigt werden.
Kommentar von rettetdiedemokratie
am: 27. Februar 2009, 09:08
@hempel
warum werden in diesen fällen wohl die innenstadflächen leer sein? weil sie zu teuer sind, für die qualität, die sie bieten. Sobald die eigentümer von ihren abenteuerlichen renditevorstellungen runtergehen, für die modernisierung der flächen geld in die hand nehmen und den wettbewerb mit den centern annehmen, kommen auch die mieter wieder! fakt ist auch, dass diese center in einem Radius von rund 50 – 70 km menschen anziehen, also in die stadt bringen. ist diese dann attraktiv genug aufgestellt, gehen diese nicht nur ins center. aber wie schon gesagt: es liegt an den eigentümern und natürlich an pfiffigen, kreativen ideen für die präsentation der stadt und -am wichtigsten- an guten läden mit kompetenten freundlichen mitarbeitern – das haben die center oft nicht! übrigens – ansbach – da liegt das brückencenter ausserhalb der innenstadt – diese wird durch eine vierspurige bundesstrasse abgeschottet und ist damit für den centerbesucher schlecht erreichbar!

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