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Da laufen wir doch so nichts ahnend an der Stadtbücherei vorbei – und was müssen wir im Schaufenster entdecken? Ein Plakat mit folgender Info: Coburg-Autor und Vesteblick-Freund Joachim Kortner liest demnächst in der Vestestadt aus seinem Buch “Raststraße”. Darum also: Wer am 17. März um 19.30 Uhr noch nichts vorhat, Termin vormerken. Dann wird Joachim Kortner im Andromedasaal der Landesbibliothek zu sehen und zu hören sein. Der Eintritt ist übrigens frei.

Kommentare

Kommentar von esspe
am: 4. März 2009, 21:29

Den Termin werd ich mir mal vormerken – “Mamas rosa Schlüpfer” soll ja schon sehr gut sein. Habe aber beides noch nicht gelesen. Bin z.Zt. wieder mal mit einem “Schmöe” beschäftigt, anschließend ist erstmal der “Vorndran” (Alabastergrab) dran. Damit will ich nicht Kortner mit den beiden anderen vergleichen …..

Kommentar von SO
am: 4. März 2009, 23:19

NIX WIE HIN ! ! !

Kommentar von H.Gr.
am: 5. März 2009, 16:36

Das Buch war mein Weihnachtsgeschenk und ich bin begeistert. Bestimmt ein Hörgenuss, und das bei freiem Eintritt!!

Kommentar von engelchen
am: 6. März 2009, 00:37

@SO, ich kann leider nicht! Schade! Aber Joachim weiß bescheid warum! ;-))

Kommentar von bowad
am: 6. März 2009, 10:36

Ein Stück vom rissigen Asphalt und einen Kanaldeckel zeigt das Buchcover. Die Straße  Symbol eines Milieus für Kindheit und Jugend in der Stadt.
Zu Recht nennt der Autor diese fünfziger Jahre eine verrückte und gefährliche Zeit. Es ist die Ära des Kalten Krieges. Aus den sich allmählich verändernden Erlebnisperspektiven eines Neun- bis schließlich Neunzehnjährigen lässt er seinen Protagonisten Jakob auch die verheerenden politischen Ereignisse dieser Epoche zuerst naiv, schrittweise jedoch immer bewusster erleben. Und an allen Ecken und Enden des Alltags lugen die teils verdrängten, teils schlecht versteckten geistigen Relikte der Nazi-Zeit hervor. Noch Jahre wird es dauern, bis Jakob auf das düstere Loch in seiner eigenen Familiengeschichte stoßen wird.
So klar, rau und zugleich stimmig kann nur einer schreiben, der diese Zeitluft selbst eingeatmet hat. Ein zentrales Thema ist das Hineinfinden des kindlich-jugendlichen Hauptakteurs in seine neue Welt.
Es ist eine für das Kind überraschend intakte, wohlgeordnete und sich ihrer Adelstradition bewusste Stadt, in die er nach der waghalsigen Flucht aus der russischen Zone kommt. Wie eine geschlossene Gesellschaft bietet sich die Stadt dem Jungen zunächst dar.
Doch da ist diese Straße, die ihm langsam zur Heimat wird, seine Raststraße, von der das Kind anfangs tatsächlich meint, sie sei nur eine Straße zum Rasten vor dem ewigen Weiterziehen – eine Straße, die aber einfach nur so heißt.
Nicht in der Form eines klassischen Romans erzählt der Autor, sondern aus der episodenhaften Sichtweise eines Kindes und Jugendlichen, bei dem es nur ein ständiges Heute und Jetzt gibt. Eine Erlebniswelt, in der Wunschfantasien, Angstträume und reale Abenteuer gleichberechtigt nebeneinander existieren. Erregende Zeitgeschichte und persönliches Schicksal verschmelzen hier zu einer untrennbaren Einheit.
Ein authentisches und berührendes Buch, das weit über lokale und regionale Bedeutung hinausgeht.
Nach “Mamas rosa Schlüpfer” ein beeindruckendes “Zweit-Werk” des Autors!

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 13:02

Der bowad-Beitrag schmeichelt meiner Autorenseele sehr. Dennoch habe ich Falk darum gebeten, ihn zu entfernen. Diese Rezension über meinen CO-Roman “Raststraße” hat ein mir bis dato unbekannter, von meinem Buch offensichtlich begeísterter Leser “bowad” als anonyme Leserrezension zuvor bereits bei amazon.de veröffentlicht. Hier in diesem BLOG-Zusammenhang ist mir das nicht recht, weil es mir zu sehr nach Reklame riecht.

Kommentar von H.Gr.
am: 6. März 2009, 14:28

@Oigi:
Brauchst net su bescheiden ze senn.

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 14:46

@H.Gr.
Hattest du mich nicht mal auf das Appeltshauserbuch “Flipper, Jazz und Sputnikfieber” aufmerksam gemacht? Ich habs inzwischen durch. Spitze! Schließt eine Lücke. Appeltshauser kommt am 17.3. zu meiner Lesung und will mir sein zweites Buch (NS in CO) überreichen.

Kommentar von Falk
am: 6. März 2009, 16:03

@ Oigi: Ich schließe mich da H.Gr. an – muss das mit dem Entfernen wirklich sein?

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 17:45

@Falk
O.K.,ich düge mich der brutalen Gewalt.

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 20:24

@Falk
Habe “düge” im Duden nicht gefunden. Meinte ich “füge”?

Kommentar von H.Gr.
am: 6. März 2009, 21:24

@Oigi:
Ja, das war ich. Du bist von mir sozusagen als Vor-Leser in die Seiten geschickt worden. Hat sich für Beide gelohnt. Ich kauf`s mir auch.
Kennst du den A.?

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 21:43

@ H.Gr.
Ich will mir das Buch “Flipper…” zum Signieren am 17.03. mitnehmen. Wenn du willst, leih ich’s dir und lass es bei Frau Roßteutscher, die an diesem Abend anwesend sein wird. Bei ihr kannst du es dann unter dem Kennwort H.Gr. abholen und wieder für mich hinterlegen, wenn du mit dem Lesen fertig bist. Den Appeltshauser habe ich angeschrieben und erzählt, was mir imponiert hat. Sonderbarerweise ist er auf derselben Schule als Lehrer, auf der ich 1959 Abi gemacht habe (Albertinum).

Kommentar von H.Gr.
am: 6. März 2009, 21:51

@Oigi:
Danke, Oigi, das Angebot ist lieb, aber ich kauf`s mir gern. Ich kenne ihn von früher und hab ihn nach langer Zeit bei einem Vortrag im Haus Contact wieder getroffen. Aber seinen Vater müsstest du kennen.

Kommentar von Oigi
am: 6. März 2009, 23:43

@ H.Gr.
Ist der Vater nicht vor kurzem gestorben. Ich hatte da so was gelesen.

Kommentar von H.Gr.
am: 6. März 2009, 23:59

Ja. Du musst auch an dem Geschäft vorbeigelaufen sein als Schüler?

Kommentar von Oigi
am: 7. März 2009, 00:07

In welcher Straße war das?

Kommentar von H.Gr.
am: 7. März 2009, 09:19

Im Steinweg/Ecke Kirchgasse. (War zuletzt Rumpelkammer)

Kommentar von engelchen
am: 7. März 2009, 21:16

@H.Gr. bei dieser Beschreibung tu ich mich mir ein bißchen schwer, du meinst sicher STEINGASSE/Kirchgasse.

Kommentar von H.Gr.
am: 7. März 2009, 22:03

Ja, hast natürlich Recht. (Der Steinweg scheint mich beindruckt zu haben).

Kommentar von engelchen
am: 7. März 2009, 22:08

Und das ist auch gut SO!….

Kommentar von Oigi
am: 8. März 2009, 00:05

@H.Gr.
Und ich hatte extra noch Google Earth mobilisiert, weil ich dachte, dass mir mein Gedächtnis einen Streich spielt.

Kommentar von H.Gr.
am: 8. März 2009, 00:08

Aber du erinnerst dich jetzt?

Kommentar von Oigi
am: 8. März 2009, 09:22

Klar! 6mal die Woche zur Schule und 6mal zurück!

Kommentar von H.Gr.
am: 8. März 2009, 16:26

Genau, ich bin aber auch oft über den Schloßplatz.

Kommentar von Hempel
am: 8. März 2009, 23:06

War damals wohl auch samstags Schule?

Kommentar von Oigi
am: 9. März 2009, 00:30

@Hempel
Die 5-Tage-Woche gab es erst, als ich selbst bereits einige Jahre Lehrer war. Das dürfte anfang der 70er-Jahre gewesen sein.

Pingback von coburg-life.de » Joachim Kortner liest aus “Raststraße”
am: 16. März 2009, 17:00

[...] Vesteblick war es bereits einen Tipp wert, coburg-life.de will auch nochmal auf die Veranstaltung am 17.3. hinweisen. Hier liest Joachim Kortner um 19:30 im Andromedasaal der Landesbibliothek aus seinem neuen Roman “Raststraße”. [...]

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