„Theater darf schräg sein“
„Theater darf schräg sein“ – so lautet das Motto der Bayerischen Theatertage 2009, die am morgigen Freitag, 12. Juni, hier in Coburg feierlich eröffnet werden. Die Besucher erwarten 16 spannende Festival-Tage, an denen 30 bayerische Theater 43 verschiedene Inszenierungen rund um den Schlossplatz zeigen. Darüber hinaus ist ein abwechslungsreiches Extra-Programm geboten, das die ganze Coburger Innenstadt einbezieht.
Schon der erste Tag birgt eine spannende Bandbreite an Aktionen. Nach der offiziellen Eröffnung (geschlossene Veranstaltung) ist ab 18 Uhr das Theatertage-Zelt im Innenhof der Ehrenburg – der Theatertage-Treffpunkt – für alle Besucher geöffnet und lädt ein zu Speis‘ und Trank. Auch in Innenstadt und rund um den Schloßplatz geht es los!
Leerstand – Spielraum I / ab 18.00 Uhr
Studenten der Theaterwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg setzen den leer stehenden Laden in der Kirchgasse 1/Ecke Steingasse (ehemalige „Rumpelkammer“) in Szene. Unter dem Titel »Rumpelkammer 24 Stunden« präsentiert die Performance-Gruppe »menschenzoo« (Friederike Engel, Gregor Glogowski, Jutta Körner, Julia Hornung) ein unverfälschtes Experiment:
Die Performer verbringen 24 Stunden in den Schaufenstern des ehemaligen Spielzeugladens. Sie verlegen die Rituale ihres Alltags in der Auslage und machen sie öffentlich. Was macht diese Öffentlichkeit aus den Handlungen des Alltags? Welche Wirkung geht von ihrem Sich-Zeigen aus, das keinen verwertbaren Zweck verfolgt? Und wie können sie den vergangenen Spielzeugladen, der nur noch in der Erinnerung existiert, repräsentieren?
Eröffnungs-Inszenierung: „Die zwölf Geschworenen“ / 19.30 Uhr, Großes Haus
»Twelve angry men« – unter diesem Originaltitel gewann der Film des Regisseurs Sidney Lumet nach dem gleichnamigen Fernsehspiel von Reginald Rose mit Henry Fonda als Hauptdarsteller zahlreiche Filmpreise. Das packende Justizdrama mit dem deutschen Titel »Die zwölf Geschworenen« bezieht sich auf diesen Film aus dem Jahre 1957. Es handelt von Werten wie Mut, Zivilcourage und Gerechtigkeit und hat bis heute nicht an Aktualität verloren. (Inszenierung: Detlef Altenbeck)
Restkarten vorhanden!
Jetzt an der Theaterkasse buchen unter Tel. 09561 – 89 89 89
Tanzminiaturen – Junge Choreografen & Co. / 20.00 Uhr, Reithalle
Freier Eintritt!
Kern des Programms sind Stücke aus dem Tanzabend »Junge Choreografen«, ergänzt
durch neue Choreografien und eine Tanz-Improvisation.
1. »She wanted to know which of Marie-Antoinette’s maids she was«
mit Chih-Lin Chan, Denise Ruddock, Predrag Jovicic, Po-Sheng Yeh, Griffin
(Choreografie: Yuta Hamaguchi)
2. »Villager« von und mit Marijana Savovska
3. »No refunds if I don’t manage to be here tonight« von und mit Alma Edelstein
4. »CrossRoads« von und mit Yuta Hamaguchi und Predrag Jovicic
5. »Corpse Bride« mit Denise Ruddock und Niko Ilias König
(Choreografie: Memen)
6. »Dance Improvisation« von und mit Predrag Jovicic
7. »Bridge« mit Denise Ruddock, Niko Ilias König und Yuta Hamaguchi
(Choreografie: Chih-Lin Chan)
8. »Embers« von und mit Po-Sheng Yeh
Neu! Corpse Bride (Hochzeit mit einer Leiche)
Das Pas de Deux »Corpse Bride« wurde ursprünglich für die Benefizgala InterEducare Leinfelden 2007 entwickelt. InterEducare ist eine in Deutschland ansässige Wohltätigkeitsorganisation, die Waisenhäuser und benachteiligte Frauen in Ländern wie Indien oder Südafrika unterstützt. Für die Choreografie des Tanzstücks »Corpse Bride« zu Musik von Danny Elfman aus dem gleichnamigen Animationsfilm von Tim Burton zeichnet Memen verantwortlich. Dahinter stehend Griffin (Landestheater Coburg) und Emma Weisensteiner (FusionartsUK). Das Stück zeigt die gesamte Gefühlsskala von verlorener Liebe, erwiderter Liebe und in Ehren gehaltener Liebe. Six in the Basement
Neu! Villager (Dorfbewohner)
Inspiriert von der Geschichte der SOS-Kinderdörfer begibt sich die Choreografin und Tänzerin Marijana Savovska auf eine Suche nach dem Schicksal dieser Kinder. »Wir haben unsere Vergangenheit nicht gewählt, aber können unsere Zukunft entscheiden« ist das Motto der Kinderdorf-Initiative, das die Bewohner jeden Tag neu zu selbstbestimmtem Handeln auffordern soll. In ihrem Solo spürt Marijana Savovska dem Lebensweg der Kinder nach – von der Geburt in einem zerstörten Lebensumfeld bis zum Einstieg in ein geordnetes Leben.
Musik im Theatertage-Zelt: Six in the Basement / ab 22.00 Uhr
Das aktuelle Programm umfasst ca. 50 Songs von den Commitments über Joe Cocker hin zu Bob Marley, den Doobie Brothers, Prince, Wilson Pickett, den Neville Brothers, 10CC, Rembrandts, Eric Clapton, John Mayer und vielen mehr.
Veröffentlicht: 11. Juni 2009 von Falk in Stadtgeschehen.
Kommentare: 3
Kommentare
Kommentar von Spalter
am: 11. Juni 2009, 17:40
Hallo miteinander!
Ich freue mich schon auf den morgigen Start und wünsche allen Besuchern viel Freude.
Bleibt zu hoffen, dass die Bayerischen Theatertage beste Werbung für das Landestheater Coburg betreiben.
Dieses ist meines Erachtens wesentlich besser, als viele Berufsnörgler meinen.
Kommentar von beaell
am: 13. Juni 2009, 20:17
Vollkommen richtig der Kommentar von Spalter. Die Berufsnörgler kommen nämlich aus einer bestimmten Ecke, die das Ergebnis der letzten OB-Wahl immer noch nicht verdaut haben, die Leserbriefschreiber Loose (bei dem hat, egal was passiert, immer Kastner schuld hat) und Maxara, der mit schön formulierten Worten in seinem Leserbrief sich mit dem Satz verraten hat: “Es ist nicht wie vergessen, wie Altenbeck begeistert Kastner zur Wiederwahl gratuliert hat”. Weiterer Kommentar zu diesem Kreis nicht nur nutzlos, sondern sogar überflüssig.
Kommentar von djrene
am: 17. Juni 2009, 00:00
Im Theaterzelt war heute Eisi Gulp als Gast da, falls den noch jemand kennen sollte.
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