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Uns ist doch alles wurscht

bratwurstSo ist es also um Coburg bestellt: Die Werbewirksamkeit dieser Stadt wird auf etwas würzige Fleischmasse in Darm beschränkt. Die Bratwurst dient als einziges Leitmotiv für eine >>> Kampagne, mit der man bundesweit Firmen und Existenzgründern die Vorzüge des Wirtschaftsstandortes Coburg schmackhaft machen will. Mit Slogans wie “Eine Extrawurst für Unternehmer” oder “Liebe auf den ersten Biss” sicherte sich die Agentur MOOD Communikations GmbH  aus Frankfurt bei der Stadtratssitzung am Donnerstag den Zuschlag…

“Werte & Wandel” war mal eine Botschaft, heute scheint uns alles wurscht!

Kommentare

Kommentar von Meiky (der Podcaster)
am: 24. Oktober 2009, 11:43

Uhhhh Achtung Abmahnung. “Liebe auf den ersten Biss” ist doch Comedy-Dracula-Film mit George Hamilton (seeeehrrrr genial)…..

Kommentar von wie_weit
am: 24. Oktober 2009, 13:07

Trotzdem finde ich es ein _biss_schen lahm, dass den teuer bezahlten Leuten nichts besseres als die Coburger Bratwurst eingefallen ist um Werbung zu machen. Zumal die Coburger Bratwurst schon hin und wieder etwas umstritten ist.
Herzogshaus, frühere Grenzlandlage, Lage inmitten Deutschlands, FH, … ok, alles nicht wahnsinnig prickelnd, aber doch wohl besser, als leicht verderbliche Speisen, oder?
Der Slogan “Werte und Wandel” war doch gar nicht so schlecht. Die Bratwurst lockt doch keinen Hund hinterm Ofen vor (naja, den Hund vielleicht schon).

Kommentar von mattk
am: 24. Oktober 2009, 18:17

Sieht ja auf dem Foto so aus, als wäre die “Semmel” das Längenmaß für die Wurscht :)

Kommentar von SO
am: 24. Oktober 2009, 19:07

Ich stimme der Meinung des IHK-Präsidenten Friedrich Herdan (zu sehen auf itv) zwar ungern, aber in vollem Umfang zu.
Wir Coburger sind sicher zu Recht stolz auf unsere Bratwurst, aber dem Rest der Welt ist sie……….Wurst.

Kommentar von djrene
am: 24. Oktober 2009, 20:11

Am Ende meiner Zeit in Coburg lache ich mir hier noch richtig schlapp. Vielleicht kommt ja auch noch die Leuchtbratwurst (wie angedacht) am Albertsplatz.

Kommentar von SO
am: 24. Oktober 2009, 20:39

@djrene
Kann Dich gut verstehen, alter Hase.

Kommentar von djrene
am: 24. Oktober 2009, 20:41

Und mir/mich kann ich auch schon nimmer unterscheiden ;)

Kommentar von Tommi
am: 24. Oktober 2009, 21:18

Der alte Slogan könnte sogar in Zukunft funktionieren:
Würstel & Wandel oder Werte & Würstel ;)))
Wobei mir der erste besser gefällt …
Jetzt fehlt nur noch eine Klöß-Offensive und die
Investoren stehen Schlange.

Kommentar von SO
am: 24. Oktober 2009, 21:44

Als “Erfinder” des ursprünglichen Slogans verbitte ich mir jede weitere Verunglimpfung desselben.
Obwohl Weste&Windel oder Werte&Wastl oder vielleicht Wüste&Würstel………………oder?
Ok., ok., es kommt nix besseres nach. Hat man ja schon bei Werte&Wandel gemerkt.
Matzer&Worsch ist nicht zu toppen.

Kommentar von SO
am: 24. Oktober 2009, 21:50

Irgendwie ist mir das hier auch ziemlich worsch.
Hab mich schon deutlich matzer gefühlt.

Kommentar von H.Gr.
am: 25. Oktober 2009, 01:01

Oder schmatzer?
Slogan-Vorschlag der Agentur Dummschwätzer e.K. aus Hierüm:
“Wir zahlen alles – is eh wurscht.”

Kommentar von ichauch
am: 25. Oktober 2009, 10:41

Wie ich schon anderweitig geschrieben habe:

Ich bin für Hallen in Bratwurstform!

Und dann noch einen Bratwurstzeppelin über der Veste.

Und wenn das alles nichts bringt dann hilft nur noch eins: Kollektives Fremdschämen…….

Kommentar von a_man_called_e
am: 25. Oktober 2009, 20:02

Mir will nicht in den Kopf, dass keiner von diesen
15 Agenturen hier irgendetwas besseres eingefallen
sein soll, als dieser Mettbrei.
Ich denke mal, wenn einer von der Coburger Partizipanten eine solche Flach-Idee präsentiert hätte,
hätte man wohl nur ein hämisches “Was anderes
ist euch wohl nicht eingefallen” gehört, aber so
kann immer noch sagen….Frankfurter…ihr wisst
schon, die aus der großen Werbermetropole…die
müssen’s ja wissen. Und wie schon geschroben…
eigentlich fürchterlich wie man in der “Fremde”
wahrgenommen wird…..

Kommentar von SO
am: 25. Oktober 2009, 22:24

@e
Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Kommentar von Oigi
am: 26. Oktober 2009, 21:36

Ein Ideenwettbewerb an Coburger Schulen und Tageszeitungen hätte Kreativeres und Witzigeres zustandegebracht. Das wäre bürgernah gewesen. Gerade durch solche scheinbaren “Kleinigkeiten” entsteht ein Wir-Gefühl. Dafür ist es nie zu spät.

Kommentar von Stammbus
am: 26. Oktober 2009, 22:02

Toll, dass alle meckern (inkl. des IHK-Präsidenten), aber keiner hat einen besseren Vorschlag.

Werbung muss auffallen. Und wenn es kein Alleinstellungsmerkmal (neudeutsch: USP) gibt, muss es einen auffallenden Slogan geben.

Der Herr IHK-Präsident kennt wohl auch kein Alleinstellungsmerkmal von Coburg für Investoren. Früher war es mal bequem, da gab es die Grenzlandförderung. Jetzt gibt es zwar eine Autobahn, aber so besonders ist das auch nicht.

Also, Leute, was hammer denn, was andere nicht haben?

Selbst den Parteifreunden von dem Herrn IHK-Präsidenten ist noch nichts anderes eingefallen als das Leduichten in den Augen der übergroßen Mehrheit des Stadtrates. Und das, obwohl es der Favorit von N.K. war.

Wenn nichts einfällt, bleibt außer billigen Grundstücken (haben andere auch), qualifizierten MitarbeiterInnen (haben andere auch), günstigen Energietarifen und dem üblichen nur der Biss in die Coburger Bratwurst.

Vielleicht immer noch besser als der Biss in den sauren Apfel.

Kommentar von KlausWolfrum
am: 27. Oktober 2009, 12:24

Mal was anderes, liebe Vesteblick-Autoren: Warum verlinkt Ihr hier immer nur zu Artikeln einer Coburger Tageszeitung, zur NP? Gibt es das Coburger Tagblatt nicht mehr oder steht da nichts Wichtiges drin?

Kommentar von SO
am: 27. Oktober 2009, 20:52

Wer in der Gegenwart und in Zukunft in unsere(r) Stadt investieren will, wird das sicher nicht als Folge eines noch SO pfiffigen (ham wir gelacht!) Eye- oder emotioncatchers (in welcher Form auch immer) tun.
Was zählt sind Zahlen vorm und manchmal auch hinterm Komma und wem die Wurst sind, der wird uns ganz pragmatisch letztendlich auch Wurst sein, bzw. die Stadt wird mit ihm am Ende deutlich mehr Ärger haben, als in eine halbe Semmel passt.

Kommentar von Stammbus
am: 27. Oktober 2009, 22:03

Schon mal was von “weichen Standortfaktoren” gehört???

Wenn es nur nach Zahlen und Kosten ginge, würden alle Investoren nach Denmin oder Cottbus gehen und die Räume München und Stuttgart komplett verlassen.

Kommentar von Stammbus
am: 27. Oktober 2009, 22:26

Gemeint war natürlich Demmin (in Mecklenburg-Vorpommern – wohl die ärmste Gegend Deutschlands.

Im Marketing gibt es einen Grundsatz:
AAAA
Anders Als Alle Anderen.

Kommentar von djrene
am: 27. Oktober 2009, 22:54

Für Städte wie München sprechen Synergieeffekte, aber keine Weißwürste (und die wären wenigstens deutschlandweit bekannt – obwohl die meistens aus Augsburg importiert werden für Oktoberfest und Hofbräuhaus). Lebensqualität ist ein weicher Standortfaktor. Aber damit hat Bratwurst nicht viel zu tun, selbst wenn man sie mag.

Kommentar von SO
am: 27. Oktober 2009, 23:33

djrene, Du sprichst mir aus dem Munde.

Kommentar von SO
am: 27. Oktober 2009, 23:41

Stammbus, wer hat Dir denn den Käse erzählt. Die Anonymen Alkoholiker (und gleich 2x)?
Ich halte eine andere “Marketingweisheit” dagegen:
DER KÖDER MUSS DEM FISCH SCHMECKEN, NICHT DEM ANGLER.

Kommentar von Stammbus
am: 28. Oktober 2009, 10:46

Wer hier Käse schreibt, sei noch mal dahin gestellt.
Sachliche Auseinandersetzung ist das SO jedenfalls nicht. (Marketing ist übrigens mein täglich Brot)

Bratwurst ist durchaus ein Symbol für Lebensqualität. Der Ideenwettbewerb könnte ja auch hier statt finden. Statt dessen aber nichts als Meckern und Besserwissen.

Kommentar von djrene
am: 28. Oktober 2009, 10:58

Kritik verbietet sich also wenn man nicht vom Fach kommt? Ich bitte beim nächsten Fußballspiel daran zu denken. Ich muß es nicht selbst besser können um zu erkennen, daß etwas nicht so sonderlich sinnvoll ist. Und selbst nach X Jahren Marketing wisst ihr doch noch nicht welche Hälfte des Geldes, das man in Werbung steckt, die überflüssige Hälfte ist ;)

Und AAAA ist in Coburg sicher nicht ein verkohlter Fettschwengel, sondern ganz andere Themen. Daß man das in ein Konzept mit aufnehmen kann, oder muß, das steht außer Frage, das aber als Alleinstellungsmerkmal herauszuheben ist mehr als peinlich.

Gruß von einem, der auch weitläufig mit Marketing zu tun hat, sich damit aber nicht gleich brüsten muß.

Kommentar von SO
am: 28. Oktober 2009, 11:00

Dito.

Kommentar von SO
am: 28. Oktober 2009, 11:10

Lieber Stammbus, Du hast natürlich Recht, wir kritisieren hier nur. Wir hatten aber auch weder Zeit, noch Auftrag, uns mit dieser Geschichte weit im Vorfeld der Präsentation auseinander zu setzen. Und Du kannst Dir sicher sein, Ideen hätten auch wir mehr als genug.
Aber als Marketingexperte weißt Du sicher auch, dass man von Ideen allein nicht leben kann.
Ist die Bratwurst von Dir, damit Du Dein täglich Brot nicht ganz SO trocken runter würgen musst?

Kommentar von flo
am: 28. Oktober 2009, 11:11

die bratwurstnummer finde ich so vom ersten eindruck her jetzt auch nicht so glücklich…

Kommentar von ichauch
am: 28. Oktober 2009, 15:22

@ Stammbus

Da Du im Marketing bist:

Wäre es nicht viel besser gewesen, wenn die Stadt die Bürger, die mit dem Bratwurstimage dann leben dürfen, mit einzubinden? Zum Beispiel als Wettbewerb, an dem jeder teilnehmen darf?
Das wäre doch für die Identifizierung zur Stadt unbezahlbar gewesen.

Kommentar von Oigi
am: 28. Oktober 2009, 20:39

@ ichauch

Dito! (s. Beitrag 15)

Kommentar von Stammbus
am: 29. Oktober 2009, 10:26

Zitat: “Wir hatten aber auch weder Zeit, noch Auftrag, uns mit dieser Geschichte weit im Vorfeld der Präsentation auseinander zu setzen. Und Du kannst Dir sicher sein, Ideen hätten auch wir mehr als genug.”

Das spricht für sich: Wir wissen es besser, aber haben keine Zeit es zu sagen, nur zu meckern.

Die Bratwurst stammt nicht von mir. Aber ich würde gerne mal bessere Ideen hören / lesen.

Bürgerbeteiligung: Hier ist sie. Hier ist ein Blog, wo darüber diskutiert wird, wo man Zeit hat, sich über die Bratwurst das Maul zu zerreißen. Aber die besseren Ideen, die man angeblich hat, werden nicht einmal im Ansatz präsentiert.

@djrene: Natürlich ist Kritik erlaubt und sogar ein Muss, aber bitte konstruktiv. Was da oben alles steht, ist weit davon entfernt.

Ein Wettbewerb würde beim Thma “Wirtschaftsförderung” keinen Sinn machen. Allenfalls ein Wettbewerb unter der Zielgruppe “Auswärtige aus der Wirtschaft”. Gemäß dem Motto von SO: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und Coburger sind in diesem Falle Angler.

Kommentar von a_man_called_e
am: 29. Oktober 2009, 10:41

Herr Stammbus, kommen Sie runter vom dünnen Eis des
Halbwissens!

Kommentar von Stammbus
am: 29. Oktober 2009, 11:03

Ist das alles, was Ihnen einfällt?
Na super!

Kommentar von a_man_called_e
am: 29. Oktober 2009, 11:36

Fassen wir mal zusammen:
Sie haben eine fragwürdige Eselsbrücke zitiert.
Sie wissen, was ein USP ist und erklären uns auch noch, dass dies
Neudeutsch ist.
Sie haben einen Buchtipp der Kategorie “Welche Sau treiben wir heute
durch Marketinghausen?” für mich

Sie sind mein alter Wirtschaftslehrer!!

Mensch, Herr D., Sie hier!!!

Kommentar von Fierce
am: 29. Oktober 2009, 12:20

Es ist nicht nur eine USP sondern auch eine UAP – und das ist fast noch wichtiger… Sonst fällt man zwischen AXE, Media Markt & Co. überhaupt nicht auf!

Kommentar von Stammbus
am: 29. Oktober 2009, 13:19

Ja, Mr. e, solche posttraumatischen Belastungsstörungen haben es in sich :-)

Kommentar von SO
am: 29. Oktober 2009, 14:21

He Piepels, das macht ja seit langer Zeit mal wieder richtig Spaß hier.
Stammbus, bleib bitte dran. Du erzeugst eine gesunde Reibung.

Kommentar von frankfurt
am: 29. Oktober 2009, 15:20

vielleicht sollte dann gleich die Wirtschaftsförderung die Bratwurschbude betreiben …

Kommentar von a_man_called_e
am: 29. Oktober 2009, 16:26

Ach woher, Herr Stammbus, das kommt nur davon, dass ich heute
die große rote Pille zum Frühstück vergessen habe….dann halte
ich mich immer für den Ingenieur der Morgenröte…. ;-)

nun…. aber mal Butter bei die Fische… kommen wir doch einfach mal zur Sache zurück….Ihr Standpunkt ist mir (ernsthafte Aussage) nicht so ganz klar.

Sie finden die Bratwurstidee grundsätzlich gut? Oder sagen Sie
“gibt halt nix anderes”? Wie schätzen Sie die Akzeptanz bei den Zielgruppen
ein? Überspitzt gesagt… ich finde die Bratwurst ungefähr so passend
wie Kader Loth als Frauenbeauftragte der Pauli-Partei.

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen….aber es kann doch wohl
nicht angehen, diese Stadt (sind Sie eigentlich Coburger?) hier ständig
auf Grillgut und die ruhmreichen Taten von Adeligen aus dem 19. Jahrhundert
herunter zu brechen. Ok, Wisconsin muss auch damit leben, der Käsestaat
der USA zu sein, aber will man so etwas wirklich??

Kommentar von Cat
am: 29. Oktober 2009, 17:05

Nachdem hier lauter Schlauschlümpfe sind:

Wir wäre es mit:

Coburg, die Stadt der Bürgerentscheide……

Noch jemand mit besseren Vorschlägen?

Also Leute, lasst euch mal nicht lumpen, Ihr habt doch sicher alle ganz tolle Ideen…

Kommentar von Stammbus
am: 29. Oktober 2009, 17:20

Ganz oben hieß es: “Herzogshaus, frühere Grenzlandlage, Lage inmitten Deutschlands, FH, … ok, alles nicht wahnsinnig prickelnd, aber doch wohl besser, als leicht verderbliche Speisen, oder?”

All’ das reißt nicht vom Sockel. Aber ob die Bratwurst leicht verderblich ist oder nur Mettbrei, spiel keine Rolle. IKEA wirbt mit einem Imbusschlüssel. Dagegen ist eine Bratwurst hochkomplex.

In den USA gibt es sogar einen “potato state” (Idaho), aber da ist auch nicht viel los.

Es geht ja nicht um die Bratwurst und ihr Inneres, sondern um die Symbolik mit dem Biss und der Extrawurst.

Kader Loth sacht mer nix, aber von Coboarch bin ich schon, wenn auch lange nicht mehr dort wohnhaft. Wenn ich aber nicht nach wie vor eng verbunden wäre, würde ich hier nicht diskutieren.

Nun also Butter bei die Fische oder Semmel an die Wurst: Dass die Bratwurst nicht für Innovation steht, ist klar (Herr Herdan). Sie ist aber doch nicht der Inhalt der Werbung, sondern der Blickfänger (eyecatcher). Zu wie bei den Stadträten (lt. Herrn Beyersdorf, CSU) Stimmungsänderungen hätte die Präsentation bei mir wohl nicht ausgereicht. Aber genau wie man den Marktplatz am Bratwurstduft erkennt, kann die Bratwurst als Wiedererkennungseffekt in der Werbung erst einmal positive Assoziationen auslösen, mehr als “Werte und Wandel”, der Mohr, die Heiratspolitik des Herzogshauses oder sonstwas. Nichts anderes habe ich am 26.10. 22.02 Uhr formuliert.

Ich kenne auch die anderen Vorschläge nicht, über die der Stadtrat zu befinden hatte. Ich weiß auch nicht, für was Herr Herdan gestimmt hat. Mir ist erstmal nichts besseres eingefallen, ich kenne auch nicht die genaue Aufgabenstellung (Agenturbriefing).

Natürlich zählen nicht zuletzt harte Fakten, auch die von djrene genannten Synergieeffekte. Allein mit der Bratwurst in der Hand gewinnt natürlich kein Mensch Investoren für Coburg.

Mir fällt gerade ein: Vielleicht hätte man besser die Veste in die Symbolik einbauen können (die allein schon durch die bundesweit präsenten HUK-Aufkleber bekannt ist). Jedenfalls etwas, was Coburg symbolisiert.

Die Akzeptanz bei den Zielgruppen kann ein Einzelner nicht beurteilen. Dafür gibt es Testverfahren, und keine Branche ist so wenig von Irrtümern gefeit wie Marketing (wussten Sie, dass große Markenartikelkonzerne eine enorme Flopquote haben??). Sie sind offenbar Amerika-affin, daher kennen Sie bestimmt den Spruch von Henry Ford: “50 % meiner Werbung ist rausgeschmissenes Geld, ich weiß nur nicht, welche 50 %”. Die Wissenschaft bhat diese Quote nicht verbessert, weil die Werbemöglichkeiten in den letzten hundert Jahren erheblich zugenommen haben (denken Sie nur an das Internet, zuletzt die Twitter-Hype).

Kommentar von Der Beobachter
am: 29. Oktober 2009, 18:44

Es gab durchaus ernst zu nehmende Alternativen. Aber so ist eben Coburg. Die CSU-Fraktion, die vom Selbstverständnis her (vgl. Wahlkampf 2008) jeglichen Vorschlag des Oberbürgermeisters als Teufelszeug ansehen müsste, ist auch ganz begeistert von der Wurscht. Da war der richtige Hinweis vom IHK-Präsidenten der Stadtratsmehrheit egal. Wenn einer weiß, wie die “Fische” ticken, dann Herr Herdan. Aber auf den hören halt die “Angler” nicht, weil sie so verliebt in ihre eigene Nabelschau sind.
Bin ‘mal gespannt, wieviel Geld die Stadt Coburg am Schluss in diesen Marketingquatsch hineinpumpt. Ob Herr Hartan dann auch nach dem Verhältnis von Sinn und Kosten fragt? Wohl kaum, war schließlich sein Haufen, der den Unsinn beantragt hat.
Da kann ich nur sagen: Extrawurst für Schwarze.
Passt dann ja auch zu Coburg (Mohr, richtige Bratwurst).

Kommentar von Stammbus
am: 29. Oktober 2009, 18:59

> Es gab durchaus ernst zu nehmende Alternativen.

Die wurden der Öffentlichkeit leider aber nur sehr spärlich präsentiert.

> Aber so ist eben Coburg.

Nee, so ist es überall, auch in Großstädten. Überall denkt man, man sei Provinz und der Rest der Welt ist viel toller.

> Wenn einer weiß, wie die “Fische” ticken, dann Herr Herdan.

Zitat aus dem NP-Artikel: “In drei Workshops hatte seit Mai eine zur Prozessbegleitung ins Leben gerufene Ideen- und Impulswerkstatt die Kriterien für das bundesweite Standortmarketing erarbeitet. Daran beteiligt waren Vertreter der Kammern, Verbände, Unternehmen (HUK, Brose) und der Hochschule. Als fachlicher Berater fungierte mit Detlef Wildermuth der Leiter der European School of Design.”

Im übrigen ist die Bratwurst wirklich nur optischer Aufhänger:
http://www.np-coburg.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=502500

Kommentar von jeans-jacke
am: 3. November 2009, 23:21

lasst mal alles gestern beiseite, hey wir sind im heute und unseres glückes aller schmied. wir müssen es selbst in die hand nehmen. durchziehen. träume verwirklichen und leben.

—-schnipp—-

coburg hat glaseranbindung in jedes haus. schritt für schritt wird jedes haus innerhalb der nächsten 7 jahre angebunden. wir sind besser als münchen und sonstwo. mit so einem standortfaktor lässt sich prima arbeiten jungs.

ich hoffe schwer wir siedeln industrie und dienstleistung an. arbeitsplätze heißt das ziel, damit wir hier mit unseren familien und kinder leben können. was will man mehr vom leben.

und glaubt mir unternehmerkohle ist nicht alles. ich kann nur 1 schnitzel essen und 1 auto fahren. mir ist es wichtig , dass meine angestellten eine job haben, wo sie gerne hingehen und was bewegen können. ich will keine sterilos und welche anzugzombies. ich brauche menschen mit freiem geist und wachem verstand. menschen mit identität.

ciao bellos und bellas … auf bald

Kommentar von SO
am: 6. November 2009, 20:47

Shit! Hatte heute Gelegenheit, mir alle eingegangenen Entwürfe der Existenzgründerkampagne in Ruhe kritisch anzusehen.
Der Entwurf mit der Bratwurst ist mit Abstand am besten.
Mehr SOg i net.

Kommentar von Stammbus
am: 7. November 2009, 09:47

Im Himmel herrscht mehr Freude über einen Sünder, der sich bekehrt, als über 99 Gerechte. ***lol***

Kommentar von Frosch
am: 8. November 2009, 20:26

@SO, wo sind die Entwürfe einzusehen?

Kommentar von SO
am: 11. November 2009, 13:22

Ich hoffe, demnächst hier.

Kommentar von Der Beobachter
am: 13. November 2009, 14:52

@SO und Frosch
Dem Manne kann geholfen werden:

http://ris.coburg.de/vorgang.do?id=MmyPcxCatAWv7Pl6GJ

Hoffe, der Link funktioniert. Sonst alles zusammengeschrieben eingeben oder über
http://ris.coburg.de/index.do
ins System gehen und unter “Mitteilungsvorlagen” in der linken Navigation weitergehen.

Kommentar von SO
am: 13. November 2009, 21:42

Danke. Das ging ja echt schnell.

Kommentar von djrene
am: 14. November 2009, 00:36

Bitte lass das einen verdammt schlechten Witz sein. Daß Menschen davon leben können so einen Mist zu produzieren ist unglaublich.

Kommentar von ZurueckNachGrub
am: 14. November 2009, 05:16

Am Schärfsten find ich ja in der heller-und-partner-Präsentation (Slide 59) die “Begrüßungsgeste” :-D

Kommentar von SO
am: 14. November 2009, 17:53

@ZNG: Dou könnds enn doch bluäs noch schlachd gewah, hä (?).

Pingback von vesteblick.de » Nur noch eine Bratwurstbude? – Blog & Magazin aus Coburg
am: 11. Dezember 2009, 08:05

[...] Komisch dabei ist nur, dass ja gerade die Bratwurst als Coburg-Botschafter auch werbetechnisch aufgewertet werden soll ( >>> siehe dieser Beitrag) [...]

Pingback von vesteblick.de » Es geht nicht mehr um die Wurst – Blog & Magazin aus Coburg
am: 21. Januar 2010, 21:52

[...] hierzu auch unseren Vesteblick-Beitrag >>> “Uns ist doch alles wurscht” vom 24. Oktober [...]

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