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Das Lese-Brettchen

KindleWir haben das Teil vor ein paar Wochen schon einmal auf Flughäfen anschauen dürfen, jetzt haben wir einen Kindle 2 von Amazon mal auf unserem heimischen Vesteblick-Nachttisch liegen. Nach ein paar Tagen Testlauf, ein knappes Fazit: interessantes Ding, vor allem der Schwarzweiß-Bildschirm (wirklich aus jedem Blickwinkel lesbar), dann aber doch schon irgendwie antiquiert. Kein Touchscreen, keine Farbdisplay, kleine Knöpfe statt einer echten Tastatur…

Das Lese-Brettchen, das über  die amerikanische Amazon-Seite zu beziehen ist, ist  für 259 Dollar (etwas mehr als174 Euro) zu haben, nutzt wohl das heimische WLan, ohne, dass man dem Gerät den Netzwerk-Schlüssel verraten muss. Klingt seltsam, scheint aber so zu sein (wahrscheinlich, weil man damit ohnehin nur auf den Kindle-Seiten von Amazon surfen kann) nutzt für Downloads weltweit eine Mobilfunkverbindung (siehe Kommentar von qwer – Danke!). Für Freunde englischspachiger Literatur ist der Kindle ein Quell der Freude, auch wenn der Download elektronischer Bücher nicht selten um die 15 Dollar (um die zehn Euro) kostet. Das ist nicht billig, dafür muss man keine Buchrücken abstauben.

Die Navigation und das sonstige Handling lässt sich intuitiv rasch ergründen. Die Akkulaufzeit ist zudem passabel. Alles in allem aber bleibt das Ganze ein teurer Lesespaß – und ist vielleicht etwas für Studenten, die auf dem Teil reichlich Fachliteratur (bis 1500 Bücher speicherbar) ablegen können. Wir warten indes auf das von Apple angekündigte große iPhone namens iSlate, das sicher im Kindle-Format, aber mit allen iPhone-Funktionalitäten daher kommen wird. Bücher lesen geht mit dem iPhone/iPod ja heute auch schon – auch wenn das Angebot im App-Store noch sehr begrenzt ist.

Kommentare

Kommentar von qwer
am: 18. Januar 2010, 19:46

Das mit dem Wlan ist Quatsch – das Teil nutzt weltweit eine Mobilfunkverbindung. Wäre auch technisch nicht wirklich möglich eine verschlüsselte WLAN-Verbindung ohne Eingabe des Keys zu nutzen – von einzelnen Hackern mal ganz abgesehen…

Kommentar von Michael
am: 19. Januar 2010, 08:18

Hättet Ihr euch nicht vielleicht das Geld für die Abmahnung sparen sollen? Dann wären es jetzt nur noch 81€…
Ich persönlich kann es nicht leiden auf dem Monitor irgendwelche Bücher zu lesen. Ich drucke mir auch mal 500 seitige Fachbücher aus. Die müssen natürlich wirklich wichtig sein. Ansonsten hab ich Fachbücher nur zum Nachblättern und da reicht mir ein PDF File.
Außerdem hat die Vergangenheit ja gezeigt, dass Amazon so Zugriff auf die Dateien hat, dass auch mal welche gelöscht werden können. http://tinyurl.com/ybpvlc9
Ich werde mir weiterhin echte Bücher kaufen, die ich mir in einer Buchhandlung angesehen habe. Zuhause werden sie aus der Zellophan-Verpackung genommen und beim ersten Aufschlagen kommt einem der Geruch von frischer Druckerschwärze entgegen. Ahhh…. ;-)

Kommentar von Oigi
am: 19. Januar 2010, 20:29

@ Michael
Ich bin total deiner Ansicht. Das gedruckte Buch ist schon tausendfach totgesagt worden. Es ist lebendiger als je zuvor. Die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt quellen von Interessierten Lesern über. Das Lesen ist nun mal ein ganzheitliches Erlebnis. Immerhin hat das gedruckte Buch schon eine Lebensgeschichte von über einem halben Jahrtausend. Mir würde das Knistern beim Blättern ebenso fehlen wie der freundliche Anblick der Buchrücken in meiner Bibliothek. Bei Tageszeitungen, Gebrauchsanweisungen, Fachliteratur, Katalogen u.s.w. wird für das E-Buch sicher ein Markt entstehen.

Kommentar von Falk
am: 19. Januar 2010, 20:34

@Michael: Wir haben den Kindle nicht gekauft, wir sind vom Anbieter lediglich bemustert worden und müssen das Gerät nach insgesamt 14 Tagen zurücksenden.

Und auch wir lieben echte Bücher – sonst wären unsere Regale nicht so voll davon;-)

Pingback von Coburg – Blog – 18 Jan 2010
am: 22. Januar 2010, 20:42

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Kommentar von zuzuzu
am: 23. Januar 2010, 19:14

Also, mir ist ein echtes Buch auch lieber.

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