Der offene Brief auf Radio Eins
Auf der Internetseite von Radio Eins ist unter der Überschrift “Coburg verschläft seine Chance” ein Offener Brief zu lesen (Dank an Frosch für den Hinweis), der tatsächlich die momentane Situation sehr treffend zu beschreiben scheint. Das, was Siegfried Ueblacker an das Rathaus schreibt ( >>> hier geht’s direkt zum Brief), macht nachdenklich. Was sagen die Vesteblicker?
Übrigens: Julia Stoschek hat es auf die Titelseite des aktuellen Zeit-Magazins geschafft – manche (Ex-)Coburger(innen) nutzen also ihre Chance…
Veröffentlicht: 5. Februar 2010 von Falk in Stadtgeschehen.
Kommentare: 6
Kommentare
Kommentar von Stammbus
am: 5. Februar 2010, 10:00
Die Geschichte Coburgs ist schon präsent für den Touristen, aber sie wird museal tot dargestellt. Man “erlebt” sie nicht, am wenigsten auf der Veste. Wenn ich diese Glaskästen an der Auffahrt sehe, wird mir schlecht. Es interessiert sich aber niemand dafür, die Stadt schiebt es auf die Landesstiftung …
Kommentar von Meiky (der Podcaster)
am: 5. Februar 2010, 13:29
Also ich muß das mal los werden. Denn alle die ich durch mein Hobby Podcast kennen gelernt habe, die aus Hannover und sonst wo herkommen, kannten meist bis dato Coburg gar nicht.
Dann besuchen die mich mal für ein WE und so ne kleine private Tour durch die Gegend hier hat bisher jeden erschlagen. Denn keiner hat mit gerechnte das zu sehen zu bekommen. Und schon gar nicht so quasi privat geführt, dann noch. Gut das letzte wird schwer umsetzbar sein *g*
Der coolste Ausspruch den ich hörte war – Meiky sach mal, glaubst Du Coburg könnte der Nabel der Welt sein? Hmmm, ehrlich da mußte ich schon lachen, aber wenn ich das auf Radio Eins so lese, dann komm ich jetzt mit dem Ausspruch ins Grübeln.
In diesem Sinne ein schönes Wochenende….
Kommentar von Frosch
am: 5. Februar 2010, 16:00
“Ein Herzogtum macht Weltgeschichte” einfach genial dagegen wirkt “Werte und Wandel” etwas verstaubt.
Wenn alles so schön einbezogen wird lt.Pressesprecher warum beklagen sich dann Hoteliers das nicht mehr mit dem Herzogtum und der Geschichte Coburgs geworben wird?
Coburg liegt in einem Dornröschenschlaf es kann nur gehofft werden das dieser nicht wirklich 100 Jahre dauert. Irgendwann muß doch auch in Coburg der Knoten platzen, so kann es doch nicht weiter gehen!
Kommentar von wie_weit
am: 6. Februar 2010, 03:18
Ganz unrecht mag Herr Ueblacker nicht haben, aber ein bisschen übertreibt er schon mit seinem Brief. Als würde eine Rückbesinnung auf den alten Adel alle Probleme lösen. Wem gehört die Marke “Herzog von Coburg” eigentlich?
Und nicht alle Verwandten der Coburger Herzöge haben sich ausschließlich mit Ruhm bekleckert, Leopold II von Belgien zum Beispiel und auch das englische Königshaus hatte seine schwarzen Schafe. Dass Coburg nur der eine Teil des Herzogtums war oder dass das englische Königshaus schon lange nicht mehr Sachsen-Coburg und Gotha heißt ist für Herrn Ueblacker wohl auch nebensächlich. Und dass die Herrschaftshäuser von England, Deutschland, Österreich und Russland untereinander und mit Coburg verwandt waren, hat uns leider auch nicht vor dem ersten Weltkrieg bewahrt.
Was Coburg mal gut tun würde wäre eine zugkräftige Ausstellung. Vielleicht eine Landesausstellung oder so. 2020/21 wäre es zum Beispiel Zeit für 100 Jahre Coburg bei Bayern.
Kommentar von H.Gr.
am: 7. Februar 2010, 00:06
“Ein Herzogtum macht Weltgeschichte”?
In welchem Jhdt. lebt der Schreiber eigentlich? Die Verheiraterei in diesen Häusern ging in der Zwischenzeit munter weiter, meist sind es zeitgemäß Bürgerliche. Die Coburger sind als Partie anscheinend nicht mehr gefragt.
Aber wir sollen mit vergangener adeliger Heiratspolitik zukunftsträchtige Werbung machen?
Dem Schreiber gebe ich nur in einem Recht: „Werte und Wandel – grau in grau Coburg“ gibt es wirklich – am südlichen Stadteingang linker Hand zu sehen…
Ich schließe mich Stammbus und wie_weit an: Coburg fehlt das Moderne, der Aufbruch.
Kommentar von a_man_called_e
am: 7. Februar 2010, 21:37
Ich kann diesen Herzogtum-Mist einfach nicht mehr
hören! Das ist für mich einfach eine andere Facette
der Bratwurstigkeit dieser Stadt.
Welcher Mensch unter 75 interssiert sich, zur Hölle,
für irgendwelche Heiratsmätzchen eines unbedeutenden
deutschen Kleinstaats im 19. Jahrhundert?

Kommentar schreiben