Das einsame Fahrrad
Manchmal sind es die kleinen Geschichten am Rande, die einen bewegen. Sozusagen: Geschichten vom Wegesrand. So wie die vom einsamen Fahrrad in der Fortführung der Allee zwischen Bahnhofstraße/Rosenauer Straße und Heiligkreuz-Kreuzung. Da steht es nun, angekettet, seit Monaten – und wird nicht mehr abgeholt, scheint vergessen. In den Schneemassen des Winters war es beinahe komplett verschwunden. Jetzt harrt es wieder für alle sichtbar am Straßenrand. Die Geschichte dahinter würde uns interessieren. Was ist aus dem Besitzer geworden? Ausgewandert? Ein Auto gekauft? Gedächtnis verloren?
Haben die Vesteblicker eine Idee?
Veröffentlicht: 28. Februar 2010 von Falk in Stadtgeschehen.
Kommentare: 18
Kommentare
Kommentar von Meiky (der Podcaster)
am: 28. Februar 2010, 19:34
Uhhhh meine Storyteller-Ambitionen sind geweckt. Das wäre doch mal was für die Fantasie, oder gar ne Realstory. Hat doch schon der H.Ch. Andersen so gemacht.
Einer der wenigen Märchenerzähler, dem ein König Bilder hat malen lassen und er sollte nach den Bildern sich ein Märchen ersinnen…
Das bekannteste hier, “Das Mädchen mit den Schwefelhölzern”
Kommentar von H.Gr.
am: 28. Februar 2010, 22:43
Sattel und Räder sind noch dran. Das gibt`s doch gar nicht.
Kommentar von Wolle
am: 3. März 2010, 17:20
Ja mei, wieso steht das Rad da so lange? Sehr ungewöhnlich für Coburg. Wenn Du heute mit dem Auto falsch bzw. zu lange Parkst – dann wirst Du kostenpflichtig abgeschleppt. Man müsste es mal mit nem Koffer oder ne Tasche ausprobieren ;-)!
Kommentar von coburg_07
am: 3. März 2010, 21:21
Ich finde die Idee zur Idee schon janz toll und gut, daß man auch über solche eigentlich gedankenlose Kleinigkeiten wie ein angekettetes Rad schon mal ins Grübeln kommt. Das ist es schon wert, über den Besitzer, das Rad selbst zu sinieren.
Weiter so und nicht nur effekthascherei
Kommentar von Wolle
am: 4. März 2010, 09:18
Vorsichtige Anfrage – kennt irgendjemand jemanden, der evtl. einen Abstellraum bzw. ein abschließbares Zimmer in Coburg Stadtgebiet, vermietet?
Kommentar von Michael
am: 4. März 2010, 17:01
Also ich könnte mir vorstellen, dass das Fahrrad zuerst da stand. Später hat dann jemand die Pfosten aufgestellt und mit Ketten verbunden. Das Rad stand selbstverständlich auf seinem Ständer. Der Bauarbeiter hat aber mitgedacht und hat es gegen Umfallen gesichert in dem er ein Fahrradschloß rum machte. Klar, ein Fahrradschloß ist ja schließlich auch für ein Fahrrad gedacht. Also eigentlich ist für mich der Fall klar und bedarf keiner weiteren Spekulation :-D
Kommentar von maniac
am: 4. März 2010, 19:20
….ich denke mal, dass es sich um ein bereit gestelltes Fluchtfahrzeug handelt.
Wurden nicht die türmenden Bauschatz-Räuber auf Fahrrädern gesichtet?
Vermutlich ist die Kloßküche das Ziel des nächsten Überfalls !????
Kommentar von Falk
am: 4. März 2010, 21:40
@ all: Vesteblick freut sich über Eure Kreativität! Weiter so!!!
Kommentar von a_man_called_e
am: 5. März 2010, 10:44
Also…das ist mein Fahrrad und ich bin im Prinzip auch auf dem Bild…
ich bin in der Litfasssäule….wer genau hinsieht, kann erkennen, dass
da zwei Gucklöcher gebohrt sind.
Warum ich das tue? Es gibt da eine ganz bezaubernde junge Dame,
mit einem sehr frechen Kurzhaarschnitt, die wohl in einem der Bürogebäude in der Heiligkreuzstraße arbeiten muss und deren
täglicher Mittagspausenweg an der Litfasssäule vorbei führt. Was soll ich sagen?….ich sah sie, ich sah den Kurzhaarschnitt…und ich wusste, ich muss sie kennen lernen. Also zog ich meinen besten Anzug an, kaufte Blumen, klemmte mir meinen Schleppi unter den Arm (sonst könnte ich hier ja nichts posten ;-) ) und schwang mich auf mein Fahrrad. Nun harre ich seit Oktober in der Litfasssäule aus, um in einem günstigen Moment aus meinem Versteck zu springen.
Ich habe leider von Passanten erfahren, dass der Grund meines Ausharrens nunmehr durch die Kreuzgasse in die Stadt marschiert….is’ nich’ schlimm..
mein Anzug und die Blumen sehen eh nicht mehr so toll aus. Und
auch mein Powerbook-Akku macht langsam schlapp.
In der Kreuzgasse gibt’s zum Glück auch ‘ne Litfasssäule. Kann mir jemand helfen, mein Fahrrad ‘rüberzutragen? Ist ein bisschen platt mittlerweile.
Das ist aber nur eines von meinen Problemen. Gesetzt den Fall, sie ginge
tatsächlich vorbei? Was sagt man eigentlich in solchen Situationen zu jungen Damen? So burschikos der Haarschnitt auch sein mag… ich denke, Typen in verknitterten Anzügen, die mit welken Tulpen aus einer Plakatsäule steigen, können auf unbekannte Frauen durchaus etwas erschreckend wirken. Vom Fahrrad ganz zu schweigen….ach, pfeif’ auf den Drahtesel, soll er bleiben, wo er ist!
Kann mir jemand seinen Jaguar leihen? Am besten gleich auf den
Parkstreifen in der Kreuzgasse stellen. Schlüssel in die Litfasssäule
werfen. Verbindlichen Dank!
Kommentar von a_man_called_e
am: 5. März 2010, 10:45
Hilfe, Admin….warum mache ich hier immer Doppeleinträge??
Kommentar von flo
am: 5. März 2010, 13:44
man_called_e: vielleicht klickst du die abschicken-schaltfläche versehentlich doppelt statt einfach?
Kommentar von j.hermann
am: 5. März 2010, 18:08
@flo: ich glaube nicht, dass Wordpress doppelposts zulässt…
Kommentar von j.hermann
am: 5. März 2010, 18:08
@flo: ich weiß, dass Wordpress doppelposts nicht zulässt… :D
“Doppelter Kommentar wurde entdeckt. Vermutlich haben Sie das schon einmal gesagt!”
Kommentar von maniac
am: 5. März 2010, 20:07
Erstaunlich:
n’ einsames Fahrrad bringt mehr Einträge als manches politisch brisantes Thema!
Resignation?????
Kommentar von Falk
am: 5. März 2010, 21:10
@ a_man_called_e: Tolle Story! Mehr davon.
@ maniac: Vielleicht ist das einfach mal ein anderer Weg als die ewigen Debatten in dieser Stadt. Das Große im Kleinen, sozusagen. Ich find’s im Monent spannend. Und überlege schon, ob es nicht mehr großartige Petitessen gibt…
Kommentar von H.Gr.
am: 5. März 2010, 22:15
@ a_man_called_e:
Jaguar leihen? Kauf dir ein Einrad, dann klappt´s vielleicht mit dem Doppel.
Kommentar von Angelika
am: 6. März 2010, 19:19
@ a_man_called_e
Wirklich lustig! Bin gespannt wie es weiter geht. -:))
Pingback von vesteblick.de » Das Fahrrad ist weg – Blog & Magazin aus Coburg
am: 25. Juni 2010, 06:38
[...] Die Fußball-WM lenkt alle Aufmerksamkeit nach Südafrika, zumal die deutsche Elf am Sonntag ja im Achtelfinale gegen England antritt. Und trotzdem, diese Nachricht aus Coburg ist auf ihre Weise bemerkenswert: Das Fahrrad, das so viele Monate an der Heiligkreuzstraße angekettet war, es ist weg. Einfach so. Spurlos verschwunden. Einige Vesteblicker werden sich sicherlich noch erinnern, welche Mutmaßungen wir anstellten, warum das Bike so lange dort zu finden war ( >>> zum Beitrag). [...]
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